aus meinem traumbuch #001

29. 05. 2012

Eingefleischte Weinviertel-Fans kennen möglicherweise das Weinviertel.Net, eine Plattform, die den Anspruch hat, allen möglichen Themen Raum zu geben, die für WeinviertlerInnen von Interesse sind. Ich habe längere Zeit versucht, dieses Forum mit sprachlich und inhaltlich anspruchsvolleren Beiträgen zu versorgen und ihm zumindest ansatzweise den Charakter eines Magazins zu verleihen, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass kaum jemand die Chance zu ernsthafter Diskussion wahrnehmen wollte. Nicht einmal die drohenden Schiefergas-Bohrungen konnten das Forum aus seiner Lethargie wecken. Angebote, es als Diskussionsplattform zu nützen, verhallten ungehört. Kritische Stimmen wurden ignoriert oder harsch zurückgewiesen. Ob diese Haltung mit der weit verbreiteten und lange eingeübten Gläubigkeit gegenüber lokalen Medien zu tun hat, einer flächendeckenden Hörigkeit gegenüber alteingesessenen politischen Strukturen oder einer vielerorts spürbaren depressiven Grundstimmung geschuldet ist, gepaart mit Unlust an Neuem und Desinteresse, wenn nicht gar Abwehrhaltung gegenüber allem Unbekanntem, Fremdem?

Nun, ich glaube, dass auch WeinviertlerInnen grundsätzlich zu Kritik und Selbstkritik fähig sind, aber wenn meine Beiträge schon nicht gelesen, kommentiert oder diskutiert werden wollen, dann hole ich mir diese Erfahrung doch lieber im eigenen Blog.

Dem Weinviertel.Net danke ich für die bisherige Gastfreundschaft und wünsche ihm, dass die dortigen User irgendwann doch zu mehr Diskussions- und Kritikfreudigkeit finden mögen.

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