Drei stadtbekannte Rowdies kosteten Stockerau zwei Millionen

Zu einer Massenschlägerei im Zuschauerraum kam es beim Spiel des SV Stockerau gegen Liesing, das 0:2 endete. Dabei bezog auch ein Mitglied des Verbandsvorstandes Prügel. Stockerau wurde für einige Wochen von der Meisterschaft suspendiert und verlor einige Punkte am grünen Tisch. Zusätzlich mussten die Stockerauer auch noch eine Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen bezahlen. Dagegen protestierten die Stockerauer, da nicht statutengemäß der Straf- und Meldeausschuss die Strafe festgesetzt hatte, sondern der Vorstand des Verbands selbst. Der Straf- und Meldeausschuss hatte dagegen zuvor festgestellt, dass den Stockerauer Verein keine Schuld an den Vorfällen treffe. Vielmehr hätten „drei bekannte Rowdies namens Uhl, Plankenbichler und Schmerbacher, die keine Mitglieder der Stockerauer sind, den ganzen Wirbel hervorgerufen“. Die Drei wurden schließlich mit Platzverbot belegt, Stockerau blieben die Strafen aber trotzdem nicht erspart.

[P.S. Das „umkämpfte“ Spiel fand am 28. September 1926 statt. Bei der verhängten Geldstrafe handelte es sich um 2,000.000 Kronen, der Gegenwert in kurz zuvor eingeführten Schilling betrug 200,-]

Aus dem Sport-Tagblatt Nr. 6 vom 6. Jänner 1926

 

Quelle: 75 Jahre NÖFV – Die Geschichte des niederösterreichischen Fußballsports von 1911 bis 1986

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