Als ihre Welt eine Scheibe war… Vor 50 Jahren brachten die „Red Devils“ ihre erste Schallplatte heraus

Unerwartete, aber erfreuliche Post fand ich dieser Tage in meinem elektronischen Postfach. Aus Kanada meldete sich Karlheinz Gubenschek, Ex-Gitarrist der „Red Devils“. Erfreulich vor allem deswegen, weil sie an die erste Schallplatte der Weinviertler Kultband erinnerte. Für die jungen Vollblutmusiker um den Hohenauer Fritz Potmesil bedeutete die kleine schwarze Scheibe damals wohl die Welt. Ihr sollte als einem ersten Meilenstein eine jahrzehntelange musikalische Karriere folgen.

Der gebürtige Dobermannsdorfer Karlheinz Gubenschek, der heute in Montreal lebt, erinnert sich auch nach einem halben Jahrhundert noch immer gerne an die Zeit: „Fritz Potmesil, Karl Friesacher, Reinhard Prohaska und ich wagten uns in ein Wiener Tonstudio. Leider sind Fritz Potmesil und unser späteres Mitglied Benno Heissler schon verstorben, aber damals war für uns eine herrliche Zeit!“

„Hallo Mausi“ hieß die erste auf Vinyl gepresste Nummer der „Red Devils“. Der spätere Schlagzeuger der „Red Devils“ Rudi Dlapa hat die heute äußerst rare Platte noch aufgetrieben und digitalisiert. Die Platte hat natürlich auch eine B-Seite: Der Titel „Sag‘ warum“ wurde von Bruno Laub gesungen, einem Freund der Band. Zwar hat die Tonqualität im Lauf der Zeit etwas gelitten – schließlich gab es vor 50 Jahren auch noch keine „große“ Tontechnik wie heute -, Lust und Freude an der Musik merkt man den alten Aufnahmen trotzdem noch immer an.

"Hallo Mausi". Der ersten Schallplatte der "Red Devils" sollte eine jahrzehntelange erfolgreiche Karriere folgen.  Bild: © Karlheinz Gubenschek

„Hallo Mausi“. Der ersten Schallplatte der „Red Devils“ sollte eine jahrzehntelange erfolgreiche Karriere folgen. Bild: © Karlheinz Gubenschek

Die „Red Devils“ entwickelten sich in der Folge über Jahre hinweg zu einer international beliebten Tanz- und Showband. Auftritte im Radio, Fernsehsendungen, zahlreiche Musikaufnahmen und unzählige Live-Auftritte in Österreich, Italien, der Schweiz und Deutschland sollten folgen.

Die „Red Devils“ waren auch eine beliebte Begleitband für Top-Künstler wie Peter Kraus, Dunja Rajter, Harald Juhnke, Bill Ramsey und viele andere.

Der Bandname „Red Devils“ ist übrigens auch heute noch immer wieder auf Plakaten zu finden. Rund um den Alt-„Teufel“ und späteren Musiklehrer Pepi Storch hat sich in Gaweinstal eine Band formiert, die den Namen übernommen hat und eine der heutigen Zeit angepasste „Musik mit Herz“ bietet.

Und was macht der Dobermannsdorfer Alt-„Teufel“ Karlheinz Gubenschek heute? Auf jeden Fall scheint für ihn ein Leben ohne Musik nicht vorstellbar und so machen unter seiner Leitung unter anderem „Die Silberspatzen“ im fernen Kanada erfolgreich Oktoberfest-Musik .

 

Quellen: Karlheinz Gubenschek in Kanada ; Die neuen „Red Devils“ ; Und es gab doch ein Leben vor Ö3… ; Leb‘ wohl, Fritz!

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